
Sicherheitstechnik
Viele Stäube sind brennbar, manche explosionsfähig. Der Schutz gehört in die Filteranlage hinein, nicht nachträglich daneben.
Explosionsschutz
Wo brennbarer Staub in ausreichender Konzentration mit Sauerstoff und einer Zündquelle zusammentrifft, kann es zu einer Staubexplosion kommen. Der Schutz setzt an drei Stellen an: Zündquellen vermeiden, die Ausbreitung verhindern, und die Anlage so bauen, dass sie einem Druckstoss standhält oder ihn kontrolliert ableitet.
Der Sinterlamellenfilter spielt dabei eine besondere Rolle: Durch seine Bauart wirkt er als Staub-Ex-Zonen-Sperre und verhindert, dass die Flamme über die Reingasseite austritt. Ergänzend kommen Systeme zur flammenlosen Druckentlastung zum Einsatz.
Brandschutz
Beim Brandschutz an Entstaubungsanlagen werden drei Schritte betrachtet: einen Brand früh erkennen, zuverlässig melden und gezielt bekämpfen, bevor er sich über die Rohrleitungen ausbreitet. Grundlage ist die VdS 3445, die den Brandschutz in Entstaubungsanlagen beschreibt.
Wichtig ist die Erkennung auch im Stillstand: Ein Glimmnest, das nach Feierabend in die Anlage gelangt, entwickelt sich über Stunden unbemerkt. Detektionssysteme, die im Betrieb und im Stillstand überwachen, sind deshalb kein Zusatz, sondern Teil des Konzepts.
Schutz, der zur Anlage gehört
Explosionsschutz nach ATEX
Zoneneinteilung, Druckentlastung und Entkopplung gehören zur Auslegung.
Der Filter wirkt als Staub-Ex-Zonen-Sperre
Die starre Filtermatrix verhindert, dass sich eine Zündung auf die Reingasseite fortsetzt.
Branderkennung im Betrieb
Funken und Temperatur werden überwacht, bevor aus einem Glimmnest ein Brand wird.
Sicherer Wechsel bei toxischen Stäuben
Filterelemente lassen sich kontaminationsfrei tauschen.
Technische Details auf herding.com
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